|
Herr Joochen: Das farbenfrohe Starterfeld setzte sich gegen 10.00 Uhr in Bewegung. Schade, dass die Ueberholiker beim Start wegen der unterschiedlich hohen Startnummern schon getrennt waren. Somit hatte keiner die Möglichkeit sich am anderen zu orientieren. Vor Anstrengung bereits grün im Gesicht erwischte mich kurz hinter der lila Kuh bei strahlend blauem Himmel eine gelbe Wespe und stach mich in meine weisse Wade. Diese wurde alsbald ziemlich bunt und behinderte mich bei der Verfolgung des schwarz gekleideten herrjens fortan im dunkelgrünen Wald beim Anstieg auf grauem Schotter. Ansonsten gibt es keine Ausreden. Knie hat gehalten, wobei ich jedes mal froh bin, wenn ich das Ziel unbeschadet erreiche. Am Sonntag Abend saßen wir dann alle in unseren knallroten T-Shirts bei goldfarbenen Weizen zusammen bis wir alle ziemlich blau waren. Das ganze bescherte mir dann am Folgetag einen heftig schwarzen Kater.
Fazit: Ein rundum gelungenes buntes Wochenende
Ülf:
Der Tag begann mit gemischten Gefühlen, da mein Trainingsstand nicht optimal war und das Wetter war feucht und kalt. Aber egal kneifen gilt nicht und 03:50 sollte zu schaffen sein. In Plettenberg angekommen ließ der Regen nach und es war schon mächtig was los. Soviel motivierte Zuschauer habe ich bei noch keinem Rennen erlebt. Da geht die Motivation gleich wieder nach oben. Der Anfang des Rennens war dann wieder der blanke Horror für mich. 5 Km mit 500 Höhenmeter im kalten Zustand bei kaltem Wetter, wer sich sowas ausdenkt gehört erschlagen. Zwischen Km 5-15 quälten mich dann Rückenschmerzen, aber das wirklich geniale Publikum hat einen immer wieder hochgepuscht. Wenn man am Berg meinte, jetzt geht gar nichts mehr, dann haben Sie einen förmlich den Berg hochgeschrien. Man fühlte sich förmlich wie bei der Tour de France. So etwas habe ich noch nicht erlebt. Auch die Verpflegungsposten waren Spitze, sowohl die hohe Anzahl als auch die Organisation. Man musste nicht anhalten und alle hatten immer ein freundliches Lächeln im Gesicht. Die Strecke war bis auf den Anfang super. Schöne Trails, wenig Straße alles gut ausgewählt. Das Ziel war dann der blanke Wahnsinn. Eine Riesenmenge jubelnder Fans, die auch wirklich jeden bis zum letzten anfeuerten. Das alkoholfreie Weizen und das finisher T-Shirt im Ziel waren dann das I Tüpfelchen am Ende. Meine Zeit von 03:07 waren zwar nicht der Bringer, aber meine Erwartungen waren mehr als erfüllt. Nächste Jahr bin ich auf jeden Fall wieder dabei. Eine riesen Lob an die Organisation, die Helfer und das spitzen Publikum.
herrjens: Bei nicht ganz optimalem Wetter, dafür aber endlich mal wieder mit vier Überholikern fand der P-Weg 2009 statt. Etwas Regen vorm Start und etwa 7,3°C zu kühl. Das aber nur, um überhaupt was zu meckern zu haben. Denn ansonsten war diese Veranstaltung eindeutig um einiges besser als im Vorjahr. Was eigentlich kaum möglich ist. Ein Doppellob an die Veranstalter: zum einen wurde die (wenige) Kritik am Vorjahr ernst genommen und die Missstände beseitigt. Zum anderen muss man den Hut ziehen vor den Streckenposten, die es geschafft haben innerhalb von 30 Minuten ca. 20 Kilometer Strecke neu zu markieren, die irgendwelche Idioten in der Nacht zuvor entwendet hatten. So hat sich dann auch niemand verfahren und alle Überholiker haben das Ziel gefunden. In der Reihenfolge der Zieleinfahrt nun unsere persönlichen Eindrücke: herrjens: ein anstrengendes Rennen, bei dem ich auf jeden Fall unter 2:30 bleiben wollte und -obwohl niemals offen zugegeben- auch gerne die 2:19 von herr joochen geknackt hätte. Das hat, wie man an meiner Zeit sieht, nicht geklappt. Trotzdem mein bisher bestes P-Weg Ergebnis und unterm Strich sehr zufrieden. Die Strecke war sehr gut befahrbar, Versorgungs- und Streckenposten wie immer ausreichend und superfreundlich. Erstmals ist mir unangenehm die teilweise sehr aggressive und andere gefährdende Fahrweise einiger Vollmasten aufgefallen, für die es offensichtlich wichiger ist auf Platz zweihundertnochwas anstatt zweihundertnochwas+einbisschen zu landen (weil's da ja soviel Siegergeld gibt), als sportlich fair auf unsichere Fahrer Rücksicht zu nehmen. Was noch? Die Finishertrikots sind diesmal richtig klasse.
Kalle: Eines vorweg: Der P-Weg 2009 war das geilste Rennen, was ich bisher gefahren bin. Hier passte einfach alles. Die Strecke, das begeisterte Plettenberger Publikum sowie die perfekte Organisation. Einziger Minuspunkt war die Tatsache, dass die Teilnehmer zum Start in 200-er Blöcke nach Startnummern aufgeteilt wurden und ich dummerweise eine hohe Startnummer erwischt habe. Vielleicht lag das auch daran, dass ich erst recht spät mein Startgeld überwiesen habe. Werde dann wohl im kommenden Jahr sofort nach Anmeldung überweisen. Folge war natürlich, dass ich auf den ersten 10 KM leider häufig im Stau steckte. Insbesondere beim ersten steilen Waldanstieg kam man immer aus den Pedalen heraus, weil vor einem diverse Teilnehmer ihr Bike lieber schiebten als hochfuhren. Ich denke, mit einer niedrigeren Startnummer wären noch weitere 5-10 Minuten drin gewesen. Aber sei es drum, ich bin mit meiner Zeit von 02.50 zufrieden.Die Wetterbedingungen waren ideal, es hatte in den Tagen zuvor nicht geregnet und so waren auch die Wege nicht sehr schlammig. Der Nieselregen, den wir auf der Fahrt nach Plettenberg hatten, hat sich bis zum Start weitgehend gelegt, sodass man bei angenehmen Temperaturen fahren konnte. Überall an der Wegstrecke stand das begeisterte Plettenberger Publikum und brüllte jeden Starter nach vorn. Oben am Berg angekommen traute sich keiner abzusteigen oder kurz zu verschnaufen, zu laut waren die Anfeuerungsrufe. Der Gipfel war ein Zuschauer mit Ghettoblaster aus dem Hyper Hyper von Scooter dröhnte. Und immer als die Stelle mit Hyper Hyper kam, nahm der Typ sein Megaphon in die Hand und brüllte „Weiter weiter“. Wer wollte da schon absteigen. Auch die Verpflegungsstationen waren perfekt organisiert. Reichlich an der Zahl und immer so aufgestellt, dass man Getränke und Bananen während der Fahrt einnehmen konnte. Erst Wasser, dann Iso, dann Banane, dann Cola und weiter ging es. Auch hier musste niemand seine kostbare Zeit mit Anhalten verbringen. Insgesamt war die Strecke gut zu fahren. Schöne Steigungen, geile Abfahrten und tolle Trail-Passagen. Besonders die letzte Trail-Abfahrt hatte es in sich. Nachteil auch hier, leider kein Überholen mehr möglich. Und als man diese geschafft hat, fuhr man in Plettenberg-City ein, wo jeder Finisher unter einem Riesenjubel von den Zuschauern gefeiert wurde. Diese Begeisterung in Plettenberg ist wirklich einzigartig. Man spürt richtig, wie die ganze Stadt hinter dem P-Weg steht. Da kann kein anderes Rennen hier in der Region mithalten. Ich hoffe, dass der P-Weg im kommenden Jahr wieder stattfindet. Auf alle Fälle bin ich dann wieder mit dabei.
|
Teamwertung wie folgt:
|
|
|
technischer Anspruch:
|
***
|
|
Kondition:
|
****
|
|
Spassfaktor:
|
*****
|
|
Organisation:
|
*****
|
|
|
|