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Da hatten beide noch gut lachen: Kalle und Ülf
Geplant war das alles ganz anders. Irgendwann im tiefsten Winter beschlossen Achim, Christoph, Jens und ich uns für den diesjährigen Sundern-Marathon am 26. April 2008 anzumelden. Wir hatten kurz überlegt, bei diesem ersten Rennen nach der Winterpause nur den Fun-Marathon zu melden, aber nach ein paar Bier waren wir der Meinung, dass die 55 KM und 1.300 Höhenmeter doch locker zu packen seien. Also ran an die PCs und die Anmeldungen klar gemacht.
Nach ein paar Tagen erhielt ich dann von Achim die email, dass er am besagten Rennwochenende leider beruflich verhindert sei. Kurz vor dem Rennen sollte ich dann erfahren, dass es sich bei jenem beruflichen Termin um ein Motivationswochenende am Ijsselmeer handelte. Na ja, ein Motivationswochenende hätte er auch in Sundern haben können. Aber gut, glauben wir ihm mal, dass ihn diese neumodische Form der betrieblichen Motivation beruflich wirklich weiter gebracht hat. So waren wir dann nur noch Drei, die den Sundern-Marathon in Angriff nehmen wollten.
Ein paar Wochen vor dem Rennen brach sich auch noch Jens den kleinen Finger und musste leider ebenfalls absagen. Dabei hätte er doch nur ordentlich strampeln und weniger bremsen sollen. Komisch auch, dass Jens ein paar Tage nach dem Rennen wieder fit war und mountainbiken konnte. So blieben Christoph und ich als einzige über, die die Überholiker in Sundern vertreten sollten.
Irgendwann Anfang April habe ich dann damit begonnen, mich auf dieses Rennen vorzubereiten. Den ganzen Winter über bin ich insgesamt 2-3 mal gefahren. Recht schnell war mir klar, dass mein Schnitt wohl dieses mal deutlich unter dem vom letztjährigen Langenberg-Marathon liegen wird. Und ich muss zugeben, dass ich sogar bis ein paar Tage vor dem Rennen überlegt habe, wegen Trainingsrückstand meine Teilnahme abzusagen. Auch das schlechte Wetter während der Vorbereitungsphase trug nicht unbedingt dazu bei, meine Motivation für dieses Rennen deutlich zu steigern. Einzig, die Tatsache, dass meine Absage bedeutet hätte, dass der arme Christoph dann alleine die Fahne der Überholker hochhalten muss, hat mich bewogen, doch das Rennen zu fahren.
Und bereut habe ich das nicht. Super Stimmung, über 1.300 Starter, alle Startplätze Wochen vorher ausgebucht. Also machten wir uns am Morgen des 26.04. auf den Weg nach Sundern. Christophs Navi haben wir auf das Ziel Sundern-Hagen programmiert. Geplant war, in Sundern-Hagen zu parken und dann die gut 10 KM mit dem Pendelbus zum Start zu fahren. Das mit dem Parken hat dann auch geklappt, nur mussten wir feststellen, dass niemand mit dem Bus zum Start fahren wollte. Also haben auch wir die Strecke zum einradeln genutzt und so noch einmal 100 zusätzliche Höhenmeter überwunden.
Am Start auf dem SKS-Werksgelände in Sundern war schon eine mega-Stimmung. Noch einmal einen letzten Kaffee getrunken und Christoph konnte noch ein paar Zigaretten genießen. Zum Glück war der Start auf 11 Uhr terminiert, was den Vorteil hatte, dass die Temperaturen doch deutlich wärmer als beim Langenbarg-Marathon waren. Bereits gegen 10 Uhr stellte sich, wer auf Platzierung fahren wollte, in die Startaufstellung. Christoph und ich machten uns dann mal gegen 10.40 Uhr startklar, nachdem ich mich endlich durchringen konnte, in kurzen Klamotten zu fahren.
Um 11 Uhr ging es dann endlich los. Zunächst durch die Sunderner Innenstadt und dann über eine knapp 5 km lange Einführungssteigung auf der Straße ab ins Gelände. Über schlammige Wege und Wiesen ging es dann auch sofort steil bergauf. Recht schnell habe ich dann Christoph verloren. Jetzt rächte sich für mich, dass Christoph wesentlich besser auf den Halb-Marathon vorbereitet war, da er im Winter regelmäßig gefahren ist. Aber egal, für mich zählte nur das Ankommen. Es ging die ganze Zeit bergauf und bergab über größtenteils sehr schlammige Wege, schließlich hatte es in den Tagen vor dem Rennen eimerweise geschifft. Nicht nur vom Schwierigkeitsgrad, sondern auch landschaftlich war das eine TOP-Strecke. Nach 40 KM erreichte man an der „Verpflegungsstation Wilde Wiese“ den Höhepunkt der Strecke. Allerdings hat der Christoph das mit der Verpflegungsstation leider etwas falsch verstanden. Aus unerklärlichen Gründen hat er die Biker-Verpflegung wohl übersehen, so dass er sich gezwungen sah, bei herrlichem Sonnenschein im Biergarten Wilde Wiese ein Weizen zu trinken (anscheinend waren die Iso-Drinks wohl schon weg). Danach ging es überwiegend nur noch bergab, wobei die Abfahrten es teilweise in sich hatten. Ein paar mal fühlte ich mich an die IKEA-Werbung „schiebst du schon oder fährst du noch“ erinnert, so heftig waren die Abfahrten. Als wir unten im Tal waren, hörten wir schon den Trubel vom Zielort und auch viele Mountainbiker standen schon am Straßenrand mit einem kühlen Pils des Sponsors in der Hand. Uns lief schon das Wasser im Munde zusammen. Doch leider haben wir uns ein wenig getäuscht, denn die Streckenführung sah noch einmal einen kleinen aber heftigen Abschlussanstieg vor. Gemein, man hörst den Trubel vom Ziel und denkt, man sei gleich da, und dann kommt noch einmal so ein Hammerberg. Nun ja, auch diesen haben wir noch geschafft und nach rd. 55 KM haben wir endlich die Ziellinie erreicht. Christoph in 3 Stunden, 47 Minuten, ich in 4 Stunden 12 Minuten. Somit hat Christoph mir 25 Minuten abgenommen plus die Zeit, die er im Biergarten verbracht hat.
Eines steht fest, im nächsten Jahr sind wir wieder dabei, dann aber auch mit Achim und Jens. Ausreden lassen wir dann nicht gelten.
Kalle
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Kalle wertet dieses Rennen wie folgt:
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technischer Anspruch:
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***** (erstes Rennen nach dem Winter)
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Kondition:
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*****
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Spassfaktor:
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*** (der Schlussanstieg war wirklich nicht mehr spaßig)
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Organisation:
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*****
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Ülf wertet:
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technischer Anspruch:
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*****
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Kondition:
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***** (bergab trampeln zu müssen, ist gemein)
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Spassfaktor:
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**** (1 Stern Abzug, weil der Lift geschlossen war)
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Organisation:
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****
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