Winterberg

  • 29.03. - 30.03.2008 
    Ruhrradweg Iserlohn - Winterberg - Iserlohn (240 km)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


                                           Heike, Stefan, herrjens, Ülf, Kevin, Herr Joochen

Am 29/30. März stand die erste grosse Tour für 2008 auf dem Programm. Haben wir im letzten Jahr den Ruhrradweg von Iserlohn zur Mündung bei Duisburg geradelt, um Abends bei Dirk zu grillen, wurde im Herbst 2007 der Entschluss gefasst dieses Jahr dann doch zur Quelle zu fahren. Vom 2007er Teilnehmerkreis starteten immerhin noch 4 Mitfahrer, hinzu kamen zwei "Neue". Bei eher schlechtem Wetter mit Regen und Hagel starteten wir gegen 8:15 Uhr am Nussberg. Für die Überholiker am Start: Ülf, Herr Joochen und herrjens. herrjens ausserdem für die DJK Sümmern Herrenmannschaft. Dazu gesellte sich für die männliche B-Jugend der DJK noch Kevin Winkler. Schon am Treffpunkt in Halingen ist das Wetter deutlich besser und wir können aus den Regenklamotten raus, die wir auch das ganze Wochenende nicht mehr anziehen müssen. In Halingen treffen wir Heike für die DJK-Damen und Stefan für die Herren. Somit sind bei 6 Teilnehmern die Herren, Damen und B-Jugendmannschaften vertreten, um sich mit den Überholikern auf den langen Weg gen Winterberg zu machen.

Zu Beginn ist es noch recht kühl und bedeckt, ab und an fallen noch ein paar Tropfen vom Himmel. Aber es geht überaus zügig voran. Da Kevin nicht gerade täglich auf dem Rad sitzt suchen wir trotzdem ab und an eine nette Ecke am schönen Ruhrradweg für kleinere Zwischenstopps. Und einem Zwangsstopp. Von Stefans Sattel ist die "unkaputtbare" Schraube abgerissen. Zum Glück hat Stefan Ersatz dabei, so dass es nach kurzer Pause weitergeht. Da sich der Radweg auch Richtung Winterberg als sehr schön herausstellt, halte ich auch einige Male zum Fotografieren an. Alles läuft fluffig, bis Arnsberg. Kurz vor Arnsberg kamen die ersten Rufe nach einer längeren Pause und möglichst einer Pommesbude. Herrjoochen folgte aber weiter dem Ruhrradweg und umfuhr somit zügig die altstadt und damit jede Chance auf Pommes. Denkste! Denn kaum sind wir aus Arnsberg raus hat Heike einen Platten. Schneller Reifenwechsel und schnelle Entscheidung: zurück in die Stadt. Eine gute Idee, wir können uns stärken und ein wenig ausruhen. Kevin in seinem Winterpelz kann auch Flüssigkeitszufuhr gebrauchen. Aus reiner Geselligkeit trinken wir ein kleines Bier mit. Würden wir als anständige Sportler sonst ja nie tun. Frisch gestärkt soll es weitergehen, aber leider ist Heikes "unkaputtbarer" Hinterreifen platt (muss "unkaputtbar" vielleicht doch neu interpretiert werden?). Heike und Stefan wollen mit dem Zug weiter. Das hätten sie wohl gerne! Nix da! Flicken lautet die Devise. Stefan findet dabei auch die lange Scherbe, die noch wie ein Dorn im Mantel steckt. Weiter geht's und das ist auch gut so. Es war übrigens die letzte technische Panne während dieser Tour. Bei immer besser werdendem Wetter geht es so dahin (siehe dazu das alpine Wörterbuch der Überholiker) bis Meschede. 80km haben wir auf dem Buckel, oder besser auf dem Hintern. Heike und Stefan wollen den Rest nun mit dem Zug fahren "wir kennen die Strecke ja". Kevin schliesst sich klugerweise an. Also fahren Ülf, Herr Joochen und ich alleine weiter und verstehen so ganz allmählich, dass die Aussage "wir kennen die Strecke ja" durchaus eine kleine Warnung beinhaltet hat. Es wird hügelig, aber im Grossen und Ganzen erträglich. Nur die bange Frage "Wie hoch ist Winterberg" abwechselnd mit dem Blick auf die aktuelle Höhe. Verdammt, es werden immer weniger Kilometer aber an den Höhenmetern passiert nicht viel. Wenn's mal knackig hochging, geht's aber auch sofort wieder runter. Und auf 679m müssen wir noch. So werden die letzten 15km zur echten Bergetappe. Es kommt noch Schnee dazu, 5km vor Winterberg müssen wir den Radweg verlassen und auf die Strasse ausweichen. Kurz vor 18:00 Uhr ist es aber geschafft und Heike öffnet uns die Tür zur Pension. Duschen, Pizzeria und einige Biere später fallen sechs Menschen zufrieden ins Bett. Nach einer zu kurzen Nacht (Sommrzeit) und ausgiebigen Frühstück brechen wir gemeinsam auf. Jetzt geht es erstmal lange bergab. Sehr gut zum einradeln, denn wie sich herausstellt hat auch der Rückweg einiges an Steigungen zu bieten. Und jede Steigung fühlt sich in den Oberschenkeln mindestens nach Alpe d'Huez an. Netterweise wird das Wetter immer besser, so dass auch Kevin irgendwann seinen Pelzmantel in der Satteltasche verstaut. Heutige Pause ist wieder in der Arnsberger Pommesbude. Noch 60km. Lust hat eigentlich niemand mehr so wirklich. Aber aufgeben gilt nicht. Kurz bevor wir uns in Halingen trennen, wird der Himmel etwas dunkler und auf den letzten Metern zieht Ülf nochmal mächtig an. Könnte ja regnen. Tut's aber nicht und wir kommen alle gesund und trocken nach Hause. Munter ist niemand mehr, aber alle sechs sind die komplette Strecke zurückgefahren.

Mal schauen, wo es nächstes Jahr hingeht.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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